Heimatmuseum Bad Rodach Haus des Gastes

Heimatmuseum Bad Rodach Haus des Gastes

1982 fand die städtische heimatkundliche Sammlung in den restaurierten Räumen des herzoglichen Jagdschlosses (erbaut um 1749) eine neue Heimstatt. In fünf Räumen des zweiten Obergeschosses sind Sammlungen zur Stadtgeschichte sowie zur heimischen Wirtschaft zu sehen.

Hervorzuheben ist die Sammlung „Feinsteingut Max Roesler“, die beachtliche Beispiele von Zierkeramik umfasst. Max Roesler war anerkannter Fachmann im Bereich Feinstein-gut der keramischen Industrie. Die Produkte seiner Firma sind heute auf dem Antiquitätenmarkt gesucht, zumal die Firma 1938 verkauft und die Produktion auf technisches Porzellan umgestellt wurde.

Für die Wirtschaftsgeschichte wichtig sind die Exponate zur Entwicklung des Thermalbades Bad Rodach.

Das Heimatmuseum Bad Rodach pflegt die Erinnerung an den Dichter und Orientalisten Friedrich Rückert, der in seinem „Rodacher Sommer“ (1814) dem Ort ein literarisches Denkmal setzte. Dieser Verpflichtung nimmt sich der das Museum betreuende Rückert-Kreis Bad Rodach e.V. (Verein für Heimatgeschichte) an.

In einem gesonderten Raum im Parterre ist das sog. Hohnbaumzimmer untergebracht. Den größten Teil der dort aufgestellten Zimmereinrichtung hat einst der Rodacher Superintendent Christian Hohnbaum (1747-1825), der mit dem Dichter Friedrich Rückert gut befreundet war, seiner jüngsten Tochter zur Hochzeit geschenkt. Über mehrere Umwege sind die wertvollen Biedermeiermöbel erst vor wenigen Jahren wieder nach Bad Rodach zurückgekehrt. Das Hohnbaumzimmer wird im Rahmen der Bad Rodacher Stadtführung en gezeigt.