Museum Neues Schloss Rauenstein

„Echt fränggisch“- ist das Adelsgeschlecht der Schaumberger

Diese waren bis weit in den ober-und unterfränkischen Raum, sowie am Rennsteig vertreten und wurden erstmals in einer Schenkungsurkunde vor ca. 800 Jahren auf Kloster Banz erwähnt. Nachdem sie damals von Ihrer Burg in Schalkau verdrängt wurden, errichteten sie im Jahre 1349 die Burg Rauenstein die ihnen als Garnerbensitz diente. Während des 30-jährigen Krieges wurde die Burg zweimal zerstört. Als diese nicht mehr bewohnbar war, ließ man sich im Neuen Schloss Rauenstein nieder, dass sich am Fuße des Burgberges befindet. Siegmund von Schaumberg erweiterte das Anwesen bis Ende des 17. Jahrhunderts zu einer herrschaftlichen Residenz. Im Jahre 1729 gingen das Gericht Rauenstein und das Schloss in das Eigentum des Herzogtum Sachsen-Meiningen über. 1783 erwarben die Gebrüder Greiner das Neue Schloss und errichteten in diesem eine Porzellanfabrik. Hier produzierte man bis 1930 Hartporzellan, welches bis weit über die Grenzen hinaus bekannt war. Heute befindet sich in diesem Gebäude das Museum Neues Schloss Rauenstein, welches seinen Besuchern eine sehr umfangreiche und interessante Ausstellung des weißen Goldes mit seinen vielen verschiedenen Dekoren präsentiert. Möchte man sich in seine eigene Kindheit zurückversetzen, kann man hier auch vieles zur über 100-jährigen Geschichte der Firma Schildkröt Puppen erfahren.

„Echt fränggische“ Informationen erhalten Sie bei dem Vortrag „Die Schaumberger und die fränkische Ritterschaft“ mit Herrn Thomas Schwämmlein am 08.06 2020 um 19.00 Uhr im Wappensaal des Museums.

Durch die Museumsnacht im Schloss wird uns in diesem Jahr Herr Martin Truckenbrodt begleiten und mit uns tiefer in die „Echt fränggische“ Geschichte eintauchen.